Bachelor Tourism and Travel Management an der Fachhochschule Worms – Ein Erfahrungsbericht

Erfahrungen Studium FH WormsPraktika unter anderen in Las Vegas und Sidney – Christina hat ihr Bachelor Studium Tourism and Travel Management an der FH Worms ernst genommen und weltweit Praxiserfahrungen gesammelt. Wir wollten mehr aus Ihrer Studienzeit und dem Studium erfahren und haben sie um ein Interview gebeten.

Liebe Christina, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, um unseren Lesern einen Eindruck von deinem Studium zu verschaffen. Fangen wir mal ganz vorne an: Wie kamst du auf die Idee, ein Studium im Bereich Tourismus zu beginnen?

Nach meiner Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation bei einem pharmazeutischen Unternehmen wurde ich als Assistentin übernommen und bin nach kurzer Zeit in den Bereich internationales Marketing gewechselt. Dort habe ich schnell mein Talent für kundenorientiertes Denken und Handeln im Allgemeinen, sowie für das Organisieren von Großveranstaltungen im Speziellen entdeckt. Trotzdem habe ich nach einer weiteren Herausforderung gesucht und zunächst einmal das Fachabitur per Abendschule nachgeholt. Anschließend habe ich mich erfolgreich für den Studiengang Tourism and Travel Management an der FH Worms beworben. Da ich bereits aus der Wirtschaft kam, war klar, dass es ein betriebswirtschaftlich fundiertes Studium sein sollte. Ein reines BWL Studium erschien mir dahingegen zu trocken, um nicht zu sagen „langweilig“.

Du hast dich für dein Studium für den Bachelor Tourism and Travel Management an der Fachhochschule Worms entschieden. Wie kamst du dazu?

Aufgrund meiner Freude an serviceorientiertem Arbeiten und dem ausgeprägten Interesse an Marketing und Marketing-Events habe ich mich für ein Tourismusstudium entschieden, welches die Dienstleistungsbrache repräsentiert und als Teilbereich ebenfalls Event Management beinhaltet.

Meine Recherche hatte außerdem ergeben, dass nicht allzu viele Hochschulen in Deutschland ein Studium im Bereich Tourismus anbieten. Auch wenn ich bereit war, für das Studium in die Ferne zu ziehen, bot sich Worms als ideale Mitte zwischen Wohn- und Arbeitsort an. Fast während meiner gesamten Studienzeit hatte ich das Glück, bei meinem ehemaligen Arbeitgeber in Teilzeit weiterbeschäftigt zu werden, sodass die Studienfinanzierung gesichert war.

SRH Riedlingen Tourismus

Du hast dein Studium an der FH Worms ja bereits beendet. Bitte sei so nett und gib unseren Lesern einen Einblick in deinen Studiengang. Was waren die Studieninhalte? Was lernt man im Tourism and Travel Management Studium? Sind die Vorlesungen praxisnah oder theoretisch aufgebaut? Wie ist der Kontakt zu den Professoren und Dozenten? Wie ist die Studienatmosphäre insgesamt?

Wer sich für ein Studium im Bereich Tourismus entscheidet, kann die häufig gestellte Frage „Studierst Du Reisebüro“ 😉 mit einem entschiedenen „Nein“ beantworten. Zunächst einmal geht es um ein betriebswirtschaftlich fundiertes Studium, mit den klassisch sehr beliebten Fächern wie VWL, Buchhaltung und Statistik, um nur einige zu nennen. Hinzu kommen spezielle Fächer, welche Tourismusthemen aufgreifen. Diese sind z.B. Hotel Management, das Management touristischer Destinationen, Airline Management, Dienstleistungsproduktion, Reiseveranstalter- aber auch das zuvor erwähnte Event Management. Auch auf Sprachen wird großen Wert gelegt. Für Spanisch oder Französisch als zweite Fremdsprache muss man sich entscheiden und bereits Grundkenntnisse vorweisen. Weitere optionale Sprachangebote bestehen ebenfalls, z.B. für Russisch oder Mandarin.

Der Vorteil der „überschaubaren“ Fachhochschule in Worms liegt in meinen Augen darin, dass man als Student nicht all zu sehr abgelenkt wird 😉 Interessierte müssen sich im Klaren darüber sein, dass sie nicht in einer pulsierenden Metropole, wie etwa München, studieren. In Worms geht alles etwas gemütlicher zu. Nichts desto trotz macht unsere AStA einen tollen Job, wenn es um die Organisation von Studentenparties, Sportangeboten oder größeren Events wie z.B. dem FH Ball geht. Und wenn mal nichts weiter geplant ist, kann man sich auf die TAB, die Studentenkneipe auf dem Campus, verlassen.

Schön fand ich, nicht bloß eine Nummer zu sein. Ich erinnere mich zum Beispiel noch gut an mein überraschtes Gefühl, als mich ein Mitarbeiter des Fachbereiches mit meinem Namen ansprach und ich nicht bloß eine „Matrikelnummer“ war. Dem Team des Fachbereichs möchte ich bei dieser Gelegenheit auch meinen Dank für ihre tolle Unterstützung in allen studentischen Belangen aussprechen.

Die Anzahl der Studenten in den Jahrgängen ist wohl dosiert. In den Unterrichtsräumen kann es zwar hier und da auch mal eng werden, allerdings ist das die Ausnahme. Austausch und Beratung durch die Dozenten ist in den meisten Fällen zeitnah möglich. Natürlich kann ich nur auf meine persönlichen Erfahrungswerte zurückgreifen, doch erinnere ich mich insgesamt an eine positive Atmosphäre zwischen Dozenten, Studierenden und Mitarbeitern der Fachhochschule.

Aus deiner Erfahrung heraus: Was rätst du Studieninteressenten – worauf sollte man bei der Wahl der Hochschule bzw. eines Studiums im Bereich Tourismus achten?

Meine Message ist, dass man sich mit einem Studium im Bereich Tourismus nicht zwangsläufig auf eine Branche festlegt. Event Management beispielsweise findet in fast allen Branchen statt. Die betriebswirtschaftliche Fundierung befähigt Studenten auch in anderen Wirtschaftsbereichen einen erfolgreichen Einstieg zu schaffen.

Wer gerne im Ausland unterwegs ist oder sich einen Job im Ausland wünscht, und sich für Unternehmen der Dienstleistungsbranche interessiert, welche „Reisewillige“ zur Zielgruppe haben, ist an der FH Worms richtig. Am Ende liegt es immer am Studierenden selbst, wie viel er daraus macht. Angebote sind zu genüge da, wie z.B. die zahlreichen Gastvorträge von Vertretern der Industrie, oder die Teilnahme an der jährlichen in Berlin stattfindenden ITB, der führenden Fachmesse der internationalen Tourismus-Wirtschaft.

Du bist ja nun viel herumgekommen, hast einige Praktika absolviert und Erfahrungen gesammelt. Hast du schon bestimmte Vorstellungen von deinem Berufseinstieg? In welchen Bereichen möchtest du arbeiten? Gibt es sogar schon Unternehmen, die du dir als Arbeitgeber wünschst?

Ich habe sehr konkrete Vorstellungen von meiner zukünftigen Tätigkeit und potentiellen Arbeitgebern. Da ich aus der tariflich gut bezahlten pharmazeutischen Industrie komme, und bereits viel pharmazeutisch bedingte Erfahrungswerte mitbringe, ist mir daran gelegenn auch in dieser Branche weiterbeschäftigt zu werden.

Idealerweise wäre das in den Bereichen Marketing, Veranstaltungsorganisation, aber auch Business Travel oder Communications. Aber auch andere Branchen wie z.B. IT und Hightech, Beratung oder die Automobilwelt stehen bei mir hoch im Kurs. Wichtig ist mir dabei die Anerkennung meiner bisherigen Berufs- und Auslandserfahrung. Ich sehe mich nicht bloß als Hochschulabsolventin, sondern als Young Professional.

Außerdem möchte ich meine persönlichen Entwicklungschancen klar aufgezeigt und festgehalten sehen. Ich wünsche mir eine langfristige und nachhaltige Beziehung zu meinem zukünftigen Arbeitgeber, von welcher beide Seiten maximal profitieren.

Christina, vielen Dank für die offene Beantwortung unserer Fragen. Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg im Tourismusmanagement Studium und eine erfolgreiche Karriere in der Tourismusbranche.

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