Berufsbegleitendes Tourismus-Studium – Ein Alternative zum Vollzeitstudium

Berufsbegleitende Studiengänge liegen voll im Trend – auch in der Tourismusbranche. Mit den steigenden und immer spezieller werdenden Ansprüchen und Wünschen und Kunden muss auch der Tourismus-Markt sich weiterentwickeln. Und mit dem Markt auch alle, die hinter den Kulissen dafür sorgen, dass die Kunden sich an jedem Fleck dieser Erde wohlfühlen.

Viele, die einen Job im Tourismus haben, verspüren den Wunsch nach einer Weiterentwicklung, wollen mit der Branche mitwachsen. Nicht selten sind es noch nicht einmal die Anforderungen der Branche, die eine Weiterqualifikation fordern, sondern der ganz persönliche Wunsch nach mehr Wissen oder einer neuen Herausforderung.

Eine optimale Ergänzung kann hier ein berufsbegleitendes Studium sein. Warum berufsbegleitend? Ganz einfach: Ist man erst einmal ein paar Jahre im Berufsleben und verfügt über ein regelmäßiges Einkommen sowie einen gewissen Lebensstandard, ist es schwierig, auf das alles zu verzichten und ein „normales“ Studentenleben zu führen.

Ein berufsbegleitendes Tourismus-Studium bietet den Vorteil, dass man sein Studium neben dem Beruf in die Tat umsetzen kann. Die Unterrichtseinheiten finden in den Abendstunden nach der Arbeit oder an den Wochenenden statt oder, beim Tourismus-Fernstudium, via E-Learning von zuhause aus.

Welche Studienformen gibt es?

Es bestehen verschiedene Formen des berufsbegleitenden Tourismus-Studiums. Welche das sind und was sich hinter den verschiedenen Bezeichnungen verbirgt, erläutern wir nachfolgend.

Berufsbegleitendes Tourismus-Studium: Präsenz- und Abendstudium

Tourismus AbendstudiumWie der Name schon vermuten lässt, ist die Anwesenheit des Studenten während eines Abendstudiums unumgänglich. Bei dieser Studienform findet das Studium am Abend nach der Arbeit und an den Wochenenden und teilweise auch in Blockveranstaltungen über mehrere Tage am Stück statt.

Die Präsenzphasen sind teilweise verpflichtend, also mit Anwesenheitspflicht. Eine Studienwoche könnte z.B. so aussehen, dass die Studierenden werktags an zwei Tagen (Dienstag und Donnerstag) jeweils in den Abendstunden (z. B von 18.00 bis 21.00 Uhr) Vorlesungen in der Hochschule besuchen. Hinzu kommt noch ein ganztägiger Unterrichtstag am Samstag, zum Beispiel von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr.

Klausuren werden während der Präsenzzeiten geschrieben. Möglich ist beispielsweise, dass du samstags direkt um 9.00 Uhr eine zweistündige Klausur schreibst und im Anschluss ganz normalen Unterricht hast. Auch das Schreiben von Hausarbeiten oder Referate sind gängige Prüfungsformen während des berufsbegleitenden Tourismus Abendstudiums.

Berufsbegleitendes Tourismus-Studium: Fernstudium

Tourismus FernstudiumEine Alternative zum berufsbegleitenden Tourismus-Präsenzstudium ist das Tourismus-Fernstudium. Hier findet das Studium ausschließlich im Selbststudium statt. Die Unterrichtsmaterialien werden dir per Post oder E-Mail zugesandt, so dass du diese eigenständig durcharbeiten kannst. Unterstützt werden Tourismus-Fernstudiengänge durch E-Learning Veranstaltungen. Hier findet die Lehrveranstaltung in einem virtuellen Seminarraum statt. Die Teilnehmer benutzen Headset und Webcam, um hier teilzunehmen und sich mit Dozenten und Kommilitonen auszutauschen.

Ausführlich Informationen zum Fernstudium Tourismus findest du hier.




Welche Vor- und Nachteile hat ein Studium neben dem Beruf?

Wie bei jeder anderen Studienform ergeben sich natürlich auch beim nebenberuflichen Studium, egal ob im Bereich Tourismusmanagement oder anderswo, verschiedene Vor- und Nachteile.

Vorteile des berufsbegleitenden Tourismus-Studiums

  • Pro Tourismus FernstudiumWeiterhin geregeltes Einkommen
  • Direkte Anwendbarkeit der Theorie in der Praxis
  • Zeitliche und räumliche Flexibilität (besonders beim Tourismus-Fernstudium)
  • Unabhängige Gestaltung der Lernphasen
  • Fachliche Weiterentwicklung und Weiterqualifizierung
  • Übernahme der Studiengebühren durch den Arbeitgeber (nicht verpflichtend, aber durchaus möglich. Einfach mal den Arbeitgeber ansprechen und das Vorhaben schildern)
  • Hohe Anerkennung bei zukünftigen Arbeitgebern


Nachteile des berufsbegleitenden Tourismus-Studiums

  • Contra Tourismus FernstudiumHohe Einschränkung des Privat- und Freizeitlebens
  • Doppelte Belastung aus Vollzeitjob und Studium
  • Hoher zusätzlicher Lernaufwand (20 Stunden pro Woche sollten zum Lernen eingerechnet werden)
  • Geringer Austausch mit Dozenten und Kommilitonen (vor allem im Tourismus-Fernstudium)
  • Unverständnis und fehlende Unterstützung durch Familie, Freunde oder Arbeitgeber


Welche Voraussetzungen verlangt ein nebenberufliches Tourismus-Studium?

Es gibt keine allgemeingültigen Zugangsvoraussetzungen für ein berufsbegleitendes Tourismus-Studium. Die Voraussetzungen variieren von Hochschule zu Hochschule, so dass es in jedem Fall sinnvoll ist, sich direkt bei interessanten Hochschulen zu erkundigen, was zur Studienzulassung gefordert wird.

Anbieter dieser Studiengänge setzen in der Regel mehrjährige Berufserfahrung voraus. Einige fordern zusätzlich noch eine abgeschlossene Berufsausbildung. Es ist keine Seltenheit, dass als Grundvoraussetzung ein erkennbarer Zusammenhang zwischen Studium und aktuellem Beruf bestehen soll. Dies bedeutet, dass du aktuell in der Branche arbeiten sollten, in der man auch das Studienfach, für das du dich interessierst, ansiedeln kann.

Natürlich macht es auch einen Unterschied, ob du ein Bachelor oder ein Master Studium anstrebst. Für ein berufsbegleitendes Tourismus Master Studium gehört zu den Anforderungen auch ein vorangehender Bachelor-Abschluss mit einer bestimmten Anzahl an Credit Points.


Worauf sollte man bei der Studienwahl achten?

Jeder, der sich für ein berufsbegleitendes Tourismus-Studium entscheidet sollte über viel Disziplin und ein hohes Maß an Belastbarkeit verfügen. Zudem solltest du in der Lage sein, dir die Lernphasen eigenständig einzuteilen, also ein gutes Zeitmanagement besitzen. Dein Privatleben und deine Freizeit werden während des berufsbegleitenden Tourismus-Studiums leiden. Denn in der Zeit, in der sonst mit Freunden unterwegs warst oder gemütlich auf der Couch gelegen hast musst du nun größtenteils Lernen und den Unterrichtsstoff vor- und nachbereiten. Pro Woche solltest du für dein Studium 20 Stunden einrechnen – zusätzlich zu deiner regulären Arbeitszeit.

Wichtig ist auch, dass du einen Tourismus-Studiengang wählst, der staatlich anerkannt ist. Erst dann ist er mit den gängigen Bachelor- und Masterabschlüssen eines Vollzeitstudiums gleichwertig. Eine Angabe über die staatliche Anerkennung ist die Akkreditierung, das Gütesiegel einer Hochschule oder eines Studiengangs. Interessierst du dich für das Studienangebot privater Anbieter halt nach dem Akkreditierungssiegel Ausschau.

Setz deinen Arbeitgeber über dein Vorhaben in Kenntnis. Viele Arbeitgeber schätzen das Engagement ihrer Mitarbeiter und unterstützen ein Studium neben dem Beruf, in dem sie die Studiengebühren (zumindest anteilig) oder Kosten für Lernmaterialien übernehmen.

Fazit: Du solltest dein Vorhaben genau überlegen und die Vor- und Nachteile, die sich für dich aus einem berufsbegleitenden Tourismus-Studium ergeben, genau abwägen. Ein berufsbegleitendes Tourismus-Studium sollte wohlüberlegt sein und nicht aus einer Kurzschlusshandlung heraus begonnen werden. Nimm dir Zeit und sprich auch mit deiner Familie, ob diese bereit ist, dich zu unterstützen und die Belastung mitzutragen.

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