Bachelor vs. Master


Zurzeit befindet sich die gesamte deutsche Hochschullandschaft im Umbruch – Universitäten und Fachhochschulen sollen bis zum Jahr 2010 ihre Abschlüsse auf Bachelor und Master umstellen. Die Einführung dieses gestuften Studiensystems mit Bachelor- und Master-Studiengängen in Deutschland steht in Zusammenhang mit der Vereinheitlichung der Strukturen der Hochschulbildung in Europa. Entstehen soll der Europäische Hochschulraum, in dem Studenten und Hochschulabsolventen grenzüberschreitend studieren, forschen und arbeiten können. Bezeichnet wird dieses Reformvorhaben als Bologna-Prozess, benannt nach dem Tagungsort, an dem 1999 die europäischen Bildungsminister die Weichen für diese Entwicklung stellten.


In den letzten Jahren hat die Umstellung immer mehr Fahrt aufgenommen. Nach Angaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wurden im Wintersemester 2006/2007 in Deutschland 3.075 Bachelor- und 2.113 Masterstudiengänge angeboten. Dies entspricht bei einer Gesamtzahl von 11.492 Studienmöglichkeiten (einschließlich 2.775 Staatsexamensstudiengänge im grundständigen und 162 im weiterführenden Bereich) 45 % des Studienangebots an deutschen Hochschulen. Gut 19 % der Studierenden war zu diesem Zeitpunkt in Bachelor- und Masterstudiengängen eingeschrieben. Zum Sommersemester 2007 werden an 338 Hochschulen bereits über 5.660 Bachelor- und Masterstudiengänge – davon 3377 Bachelor und 2283 Master – angeboten. Das bedeutet eine Steigerung auf über 48 % am gesamten Studienangebot.

Die häufigsten Fragen zu den neuen Studienabschlüssen werden bei studieren.de beantwortet. Auch ZEIT.de hat eine große FAQ zusammengestellt.