Tourismus Studium MC Innsbruck

Finanzierung des Tourismus-Studiums



Studieren bedeutet, für ein paar Jahre viel Zeit und Engagement in die eigene Ausbildung zu investieren. Aber natürlich kostet ein Studium auch Geld. Aber: Studieren zahlt sich aus. Akademiker haben meist interessantere Jobs mit attraktiven Entwicklungsmöglichkeiten. Zudem verdienen sie größtenteils mehr als Personen ohne Studium. Und für die Gesellschaft und die zukünftige Entwicklung der Bundesrepublik ist jeder Studierte ein Gewinn.

Aber wie kann man sich sein Studium finanzieren? In der Regel kommt das Geld zur Finanzierung eines Studiums aus einem Mix von Unterstützung durch die Eltern, Jobben, eventuell Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) und sonstigen Einnahmen. Wir haben dazu einen Überblick erstellt:

1.) Die Familie
Die eigenen Eltern und überhaupt die gesamte Familie sind natürlich immer der erste Ansprechpartner, wenn es um Unterstützung zum Studium geht. Die Breite der finanziellen Zuwendung reicht von der Überlassung des Kindergelds bis hin zur Komplettfinanzierung.

2.) BAföG
Durch das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) wird festgelegt, unter welchen Bedingungen man Unterstützung für das Studium durch den Staat erhält. Der Betrag kann bei verschiedenen Personen sehr unterschiedlich ausfallen, je nachdem wie vermögend die Eltern sind oder was man selber auf dem Konto hat. Das Kindergeld wird übrigens beim BAföG nicht als Einkommen angerechnet. Nach dem Studium muss ein Teil des Geldes, maximal die Hälfte, zurückgezahlt werden.

Infos: http://www.bafoeg.bmbf.de




3.) Jobben
über 2/3 aller Studierenden in Deutschland arbeiten neben dem Studium. Am besten sind natürlich die Jobs, die in direktem Zusammenhang mit deinem Studiengang stehen. Also ab ins Unternehmen statt als Kellner in die Bar. Aufpassen sollte man aber unbedingt, dass der Job nicht zur Belastung für das Studium wird. Da kollidieren Arbeitsverpflichtungen mit Vorlesungen und der Job stiehlt einem die Zeit, die man dringend zur Prüfungsvorbereitung oder einfach mal zum Schlafen bräuchte.

Was man als arbeitender Student alles beachten muss, hat Studis-Online sehr übersichtlich zusammengestellt.

4.) Stipendium
Vielfach gar nicht richtig wahrgenommen, bieten Stipendien eine sehr gute Möglichkeit, finanzielle Unterstützung zum Studium zu erhalten. Anders als beim Bafög muss man später keinen einzigen Euro zurückzahlen. Natürlich werden Stipendien nur nach einer genauen Bewerberauswahl vergeben. Bewerber, die besonders begabt sind oder sich sozial oder politisch engagieren, haben gute Chancen. Die Bandbreite an Anbietern ist groß. Vor allem gibt es viele Anbieter, die nur einen ganz bestimmten Kreis von Studierenden fördern. Die “Willy-Scharnow-Stiftung für Touristik” z.B. vergibt Stipendien nur an Studenten der Fachrichtung Touristik, die ein Praktikum in einem entsprechenden Unternehmen im Ausland absolvieren. Man sollte auf jeden Fall nachforschen, was es auf dem Markt für Förderangebote gibt.

Einen guten Überblick bietet die Datenbank von E-Fellows.net.

5.) Studienkredite und -darlehen
Wenn BAföG und der Nebenjob nicht ausreichen, dann kommt vielleicht ein Studienkredit in Frage. Seit einigen Jahren wächst in der freien Wirtschaft die Zahl der Anbieter von Krediten für Studierende. Das Besondere an diesen Krediten ist, dass sie nicht – wie andere Darlehen – in einer Summe ausgezahlt werden, sondern monatlich. Neben fast allen Banken hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) einen speziellen auf Studenten zugeschnittenen Kredit, den KfW Studienkredit,  im Angebot.
Bei den Studienkrediten sind unbedingt alle möglichen Anbieter miteinander zu vergleichen, da es viele variierende Formen der Auszahlung (einmalig oder monatlich), der Vergabe (z.B. Auswahlverfahren) und vor allem der Rückzahlung gibt. Günstiger als ein Studienkredit kann ein Bildungskredit nach dem Bildungskreditprogramm des Bundes sein. Informationen hierzu gibt es unter www.bva.bund.de.

Die Stiftung Warentest hat viele Anbieter unter die Lupe genommen. Infos gibt es auf der Webseite. Zudem hat das Centrum für Hochschulentwicklung einen Test durchgeführt.