Tourismus Studiengänge im Überblick: Angewandte Freizeitwissenschaft

Studiengänge FreizeitwissenschaftFreizeit – ja, wir lieben dieses Wort! Bedeutet es doch Schluss mit Lernen und Arbeiten und rein ins private Vergnügen. Die Füße hochlegen, die Seele baumeln lassen, etwas unternehmen – all das ist Freizeit. Was aber ist Angewandte Freizeitwissenschaft? Sicher nicht das aktive Ausleben unserer Freizeit. Angewandte Freizeitwissenschaft ist ein Studienfach, das, ganz oberflächlich betrachtet, im Bereich Tourismus anzusiedeln ist. Aber dahinter verbirgt sich eine Menge mehr.

Die Freizeitbranche ist einer der größten Arbeitgeber in Deutschland. Freizeit hat jeder gerne und jeder gestaltet sie unterschiedlich. Wie das am besten geht und was man mit seiner Freizeit alles anstellen kann, wissen Freizeitwissenschaftler. Der Studiengang Angewandte Freizeitwissenschaft befasst sich mit der Frage wie Freizeit gestaltet werden kann. Wenn wir uns amüsieren, dann ist das – zumindest sehr oft – sozusagen das Resultat der Arbeit eines Freizeitwissenschaftlers.

Angeboten wird der Studiengang Angewandte Freizeitwissenschaft in Deutschland derzeit nur an der Hochschule Bremen. Hier stehen den Studieninteressenten jeweils zum Beginn des Wintersemesters 60 Studienplätze zur Verfügung. Die Nachfrage liegt aber weit höher. Aktuell liegt der NC bei 1,6 – nicht gerade niedrig. Voraussetzung für die Bewerbung ist auf jeden Fall Praxiserfahrung. Mindestens ein Praktikum von Minimum acht Wochen in der Tourismusbranche ist genauso erforderlich wie der Nachweis von Englischkenntnissen auf Fachhochschulniveau mit der Note 3,0.

SRH Riedlingen Tourismus

Studieninhalte

Die Studieninhalte der Angewandten Freizeitwissenschaft sind breitgefächert. Sozialwissenschaften, Psychologie, Pädagogik und Soziologie zählen genauso zu den Studieninhalten wie Management, Natur- und Rechtswissenschaft sowie Wirtschaftswissenschaft. Hinzu kommen methodische Grundlagen der Freizeit- und Tourismuswirtschaft sowie ergänzende Angebote aus den Bereichen Informatik und Fremdsprachen.

Ab dem dritten Semester kommen vertiefende Inhalte aus dem Bereich der Freizeitwissenschaft hinzu. Ebenfalls Bestandteile des Studiums sind Studieninhalte aus den Bereichen Marketing und Kulturmanagement

Praxis-/ Auslandssemester und Fremdsprachen

Studium im AuslandIn praktischen Projektarbeiten und einem mehrmonatigen Praktikum wird ein direkter Bezug zwischen Theorie und Praxis hergestellt. Aufgrund der internationalen Ausrichtung des Studiums Angewandte Freizeitwissenschaft ist Englisch zu 60 Prozent die vorherrschende Unterrichtssprache. Zusätzlich können im Bereich der Fremdsprache ergänzende Fächer während des Studiums belegt werden.

Das Studium der Angewandten Freizeitwissenschaft sieht ein Auslandssemester an einer europäischen oder außereuropäischen Hochschule vor. Hier studieren Studenten fachverwandte Schwerpunkte.

Für wen ist solch ein Studium geeignet?

Der Studiengang Angewandte Freizeitwissenschaft sollte keineswegs unterschätzt werden. Der Wort Freizeit löst bei vielen den Gedanken an ein überaus entspanntes und leichtes Studium hervor. Doch das täuscht. Im Studium geht es schließlich nicht darum seine eigene Freizeit bestmöglich zu gestalten, sondern herauszufinden, wie man die Freizeit der anderen gestalten kann – und das auf unterschiedlichen Ebenen und in verschiedenen Bereichen.

Das Studium fordert seine Studenten auf vielfache Art und Weise. Praxisprojekte fordern von jedem vollen Einsatz. Wer keine Lust hat, sich vor anderen zu präsentieren und wenig offen für Neues ist, ist in diesem Studiengang sicher nicht gut aufgehoben.

Berufsfelder

Freizeitwissenschaftler können nach Abschluss des Studiums genauso vielschichtig arbeiten, wie sich schon die Studieninhalte präsentieren.

Hier sind einige Beispiele, wo Absolventen des Studiengangs Angewandte Freizeitwissenschaft arbeiten können:

  • Planungsbüros / Consulting-/Beratungsfirmen mit Projektschwerpunkten im Bereich der Freizeit-/ Tourismusentwicklung
  • Eventagenturen, Messe- und Kongressveranstalter
  • Reiseveranstalter, Reisevermittler, Clubanlagen
  • Fremdenverkehrsämter, Touristikagenturen, Stadtmarketing/-planungsämter
  • Fachverlage, Medien mit Schwerpunkt Freizeit/Tourismus (z.B. Reisejournalist)
  • Freizeit- und Tourismusforschungsinstitute, Hochschulen, Marktforschungsinstitute, Zertifizierungsagenturen

Darüber hinaus gibt es natürlich noch viele weitere Möglichkeiten, wohin einen ein Abschluss der Angewandten Freizeitwissenschaft beruflich führt.

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