Tourismus Studiengänge im Überblick: Tourismus-, Hotel- und Eventmanagement / Hotel- und Tourismusmanagement

Studiengänge Tourismus- HotelmanagementStudienangebote wie „Tourismus-, Hotel- und Eventmanagement“, „Tourism Event Hospitality Management“, „Hotel- und Tourismusmanagement“ oder „Tourismus & Eventmanagement“ findet man vorrangig an privaten Fachhochschulen und Akademien. Es handelt sich hierbei meist nicht um einen grundständigen Studiengang, sondern Schwerpunkte in einem betriebs- oder medienwirtschaftlichen Studium. Dies muss aber keinen Nachteil darstellen.

In Deutschland besonders verbreitet ist die Kooperation einer privaten Akademie oder Fachhochschule mit der staatlichen Hochschule Mittweida. Sie bietet im sogenannten Public-Private-Partnership-Modell Studiengänge an, deren größter Teil an Partnerinstitutionen durchgeführt wird. Im Bereich Tourismusmanagement ist dies der Bachelor „Business Management“ mit der Vertiefung „Tourismus-, Hotel- und Eventmanagement“. Die ersten vier Semester verbringt man bei diesem Studienmodell bei Partnern wie EMBA, Campus M21, Hochschule Fresenius, ASCENSO Medienakademie oder ISA21. Im Bachelor Business Management mit dem Schwerpunkt „Tourismus-, Hotel- und Eventmanagement“ absolviert man zunächst ein allgemeines Grundstudium mit Inhalten wie „Internationale Wirtschafts- und Mediensysteme“, „Grundlagen der Unternehmensorganisation“ aber auch „Grundlagen des Tourismusmanagements“. Ab dem dritten Semester werden dann vermehrt touristische Inhalte gelehrt. Im fünften Semester wechselt man dann an die Hochschule Mittweida, an der man auch die Bachelorarbeit schreibt und die auch den Abschluss Bachelor of Arts verleiht.

SRH Riedlingen Tourismus

Zudem gibt es noch weitere Studiengänge wie „Tourism Event Hospitality Management“ an der Cologne Business School, „International Management for Service Industries“ an der BiTS Iserlohn oder „Tourismus & Eventmanagement“ an der EBC Hochschule, die zwar nicht in einem Kooperationsverfahren mit einer anderen Hochschule durchgeführt werden, aber auch auf ein betriebswirtschaftliches Grundstudium mit späterer Vertiefung in diesen Bereichen aufbauen.

Vorteil dieser Studienangebote ist, dass man auch in Themenbereichen ausgebildet wird, die oft Schnittstellen mit dem Tourismus haben. Als Beispiel kann das Management eines Kreuzfahrtschiffes dienen: Das Gesamtangebot ist natürlich als Touristik-Dienstleistung einzuordnen, innerhalb dessen es aber zahlreiche Veranstaltungen/ Events gibt. Zudem ist beispielsweise das Management der Betten- und Kabinenbelegung der Hotellerie zuzuordnen.

Schwerpunktwahl im Hauptstudium

StudienschwerpunkteDa die Studienmöglichkeiten wie „Tourismus-, Hotel- und Eventmanagement“, „Tourism Event Hospitality Management“, „Hotel- und Tourismusmanagement“ oder „Tourismus & Eventmanagement“ oftmals keine eigenständigen Bachelor-Studiengänge, sondern Schwerpunkte und Spezialisierungen innerhalb eines BWL-Studiums sind, ist eine weitere Spezialisierung teilweise nicht möglich.

Allerdings sollte man sich bei der Studienwahl zwischen diesen Angeboten genau informieren, denn dies gilt eben nicht für alle Studiengänge. An manchen Hochschulen kann man sich noch weiter spezialisieren, z.B. an der ISM mit „Aviationmanagement“ oder „Health- & Sports Tourism“. Es ist also wichtig, sich möglich alle Studienbroschüren herunterzuladen oder zuschicken zu lassen (am besten, indem du in unserer Datenbank bei den Hochschulen das Kontaktformular ausfüllst) und dann ausführlich die Studienpläne zu vergleichen.

Praxis-/ Auslandssemester und Fremdsprachen

Studium im AuslandDie Tourismusbranche ist weltweit aktiv und dementsprechend wird auch in den Studiengängen wie Tourismus-, Hotel- und Eventmanagement“, „Tourism Event Hospitality Management“ und „Tourismus & Eventmanagement“ darauf geachtet, die Studierenden auf eine internationale Karriere vorzubereiten. Daher gibt es eigentlich immer Fremdsprachenangebote, die aber mal mehr, mal weniger ausgeprägt sind.

Anders sieht dies beim Punkt Auslandssemester aus. Viele Akademien und FHs haben in den Studienverlauf kein entsprechendes Auslandssemester integriert. Hier ist Eigeninitiative gefragt, indem man z.B. ein Urlaubssemester beantragt und dies für Praktikum bzw. Arbeit im Ausland nutzt. Es gibt allerdings auch Studiengänge, die entweder ein paar Wochen (meist 12 Wochen) oder sogar ein ganzes Semester (4-6 Monate) Aufenthalt im Ausland vorgesehen haben. Auch hier gilt es zwischen den Anbietern zu vergleichen, was einem in dieser Zeit geboten wird. Kann man wirklich Vorlesungen besuchen und muss auch Klausuren absolvieren? Oder sind es „nur“ Sprachkurse oder Projektarbeiten, die angeboten werden?

Für wen ist solch ein Studium geeignet?

Generell zielen Studienangebote wie „Tourism Event Hospitality Management“, „Hotel- und Tourismusmanagement“ oder „Tourismus & Eventmanagement“ darauf ab, die Studierenden auf verschiedene Branchen und nicht nur für die Touristik vorzubereiten. Das kann ein Vorteil sein, wenn man im Berufsleben nicht nur auf einen Einsatz als Tourismusmanager vorbereitet sein möchte. Allerdings geht durch diese breiter gefächerten Studieninhalte natürlich auch etwas Tiefgang in den einzelnen Vorlesungen verloren. Wer sich im Studium „ordentlich reinhängt“, zielgerichtete Praktika absolviert und früh Kontakte zu Arbeitgebern knüpft, sollte diesen kleinen Nachteil aber ausgleichen können.

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