Tourismusmanagement staatlich / öffentlich oder privat studieren?

Entgegen vieler Annahmen, man könne Tourismus-Studiengänge nur an privaten Hochschulen oder Berufsakademien studieren, zeigen wir hier das Gegenteil auf. Der nachfolgende Artikel verrät dir, wo du Tourismus an staatlichen Unis, FHs und Hochschulen studieren kannst und wie du herausfindest, ob eine Hochschule tatsächlich öffentlich oder doch privat ist.

In Internetforen finden sich viele Diskussionen wie „Wo kann man Tourismus öffentlich studieren?“ oder „Kann man Tourismusmanagement staatlich studieren?“. Es ist in der Tat so, dass es in diesem Bereich sehr viele private Anbieter gibt, die sich – sind wir ehrlich – nicht jeder leisten kann oder möchte. Doch es gibt auch zahlreiche Möglichkeiten, ein Tourismus-Studium an öffentlichen/staatlichen Hochschulen oder Unis zu absolvieren.

Tourismus öffentlich / staatlich studieren

Schaut man sich die Auflistung aller Tourismus Studiengänge in unserer Datenbank an, wird man feststellen, dass die Verteilung von privaten und staatlichen bzw. öffentlichen Hochschulen bei ungefähr 50% liegt. Möglichkeiten, Tourismus staatlich/öffentlich zu studieren gibt es also genügend.

Wie findet man die öffentlichen / staatlichen Unis und FHs?
Besonders leicht ist die Auswahl zwischen staatlich oder privat bei Unis: Jede Universität, die ein touristisches Studium anbietet, ist öffentlich. Welche Universitäten das im Einzelnen sind, findest du hier.

Hier ist zu beachten, dass es nicht überall einen spezialisierten Studiengang wie zum Beispiel „Tourismusmanagement“ gibt. An Universitäten sind Tourismusfächer eher Teil anderer Studienangebote, die neben anderen Themen auch auf die Tourismuslehre eingehen. Dazu gehört zum Beispiel der Bachelor „Humangeographie“ an der Uni Trier. Beliebt ist auch eine Kombination mit BWL. Hier steht dann die Betriebswirtschaft im Vordergrund; Tourismus ist lediglich einer von mehreren Schwerpunkten und/oder Teilbereichen.

Eine staatliche FH zu finden, ist etwas schwerer. Besonders hilfreich ist bei der Suche der Name der FH. Dieser ist Indiz für das Auswahlkriterium staatlich oder privat. Wenn du eine Kombination wie „Fachhochschule Name-einer-Stadt“ oder „Hochschule Name-einer-Stadt“ siehst, also beispielsweise „Fachhochschule Worms“ oder „Hochschule München“, dann kannst du dir ziemlich sicher sein, dass es eine staatliche FH ist.

Keine Regel ohne Ausnahme: Die „Hochschule für Wirtschaft und Recht“, ist ebenfalls eine öffentliche Hochschule, obwohl hier nicht Hochschule und Stadt im Namen kombiniert sind, sondern Hochschule und Fachrichtung. Es ist also wichtig, dass du dich sorgfältig informierst. Ein kurzer Blick auf die Webseite der Hochschule/FH gibt Aufschluss!

In unserer Datenbank findest du auch staatliche und öffentliche Fachhochschulen. Ein Blick lohnt sich.

Tourismusmanagement als privates Studium

Die andere Hälfte aller Tourismus Studiengänge wird von privaten Hochschulen und auch Akademien angeboten. Der Vorteil der privaten Anbieter ist, dass man meist in kleinen Studiengruppen von ca. 20-40 Studenten und in einer modernen Umgebung studiert. Das hat natürlich seinen Preis, daher liegen die Studiengebühren meist bei mehreren Tausend Euro pro Semester.

Diese Investition kann sich aber durchaus auch auszahlen. Wer Schwierigkeiten hat, in großen Gruppen zu lernen, ist an einer privaten Hochschule oder Akademie vielleicht besser aufgehoben.

Und was ist mit Klischees? Als Gründe gegen ein Studium an einer privaten Hochschule oder Akademie werden gern die üblichen Klischees herangezogen: „Hier findet man nur reiche Studenten aus gutem Hause“ oder „reiche Studenten mit hochgeklapptem Kragen“ sowie „Studenten, die von Beruf Sohn/Tochter sind“. Stimmen tun diese allerdings nur bedingt und was dran ist sollte, wie bei jedem anderen Klischee, jeder für sich selbst entscheiden! Es ist durchaus normal, dass diejenigen, die die Vorteile einer privaten FH genießen wollen, die Studienfinanzierung zum Beispiel über einen Studienkredit regeln.

Vorteile und Nachteile abwägen

Es gibt keine Allround-Antwort auf die Frage, ob man Tourismus öffentlich bzw. staatlich oder privat studieren sollte. Wer keine Chance hat, die hohen Studiengebühren zu finanzieren, findet viele Hochschulen, an denen man günstiger studieren kann und weder eine schlechtere Ausbildung erhält, noch Nachteile bei der späteren Jobsuche erfährt. Erfolg und Berufsperspektive hängen auch immer davon ab, was man persönlich aus seinem Studium macht. Absolvierst du zielgerichtete Praktika oder fährst du in den Semesterferien doch lieber selber in den Urlaub? Solche Entscheidungen beeinflussen deine Karriere später sicherlich mehr, als die Hochschulart, an der du studiert hast.

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