Erfahrungsbericht: Duales Studium Tourismusmanagement an der Ostfalia Hochschule

Melanie ist schon richtig herumgekommen in der Welt. Sie kann schon zahlreiche Auslandsaufenthalte und vor allem ein Travel and Tourism Management Studium in den USA vorweisen und studiert nun auch in Deutschland Tourismusmanagement an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften. Ihr Lebenslauf hat uns neugierig gemacht und wir haben Melanie um ein Interview gebeten.

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Erfahrungsbericht

Melanie Dualer Bachelor Tourismusmanagement

Liebe Melanie, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, um unseren Lesern einen Eindruck von deinem Studium zu verschaffen. Fangen wir mal ganz vorne an: Wie kamst du auf die Idee, ein Studium im Bereich Tourismus zu beginnen?

Durch mein sprachliches und kulturelles Interesse an anderen Ländern, konnte ich mir gut vorstellen, später international tätig zu sein. Nachdem ich mich nach späteren Karrierechancen informiert hatte und sich herausstellte, dass ein breites Tätigkeitsspektrum angeboten wird, war meine Entscheidung gefallen. Zu dieser Zeit bat mir die USA ein vielfältiges Angebot an Reisen. Die Möglichkeit neue Orte zu entdecken, bewegte mich letztendlich dazu, ein Studium im Bereich Tourismus zu beginnen.

Du hast bereits am College of DuPage in Illinois (USA) Kurse in Travel and Tourism Management belegt. Erzähl doch mal bitte, wie es dazu kam und was die Studieninhalte waren.

Richtig, ich hatte die Möglichkeit diverse Kurse auf dem College of DuPage zu belegen - Schwerpunkt der Kurse war Internationales Tourismusmanagement. Als weitere Wahlfächer habe ich zudem Geographie und Marketing belegt. Besonderheiten der Kurse waren die Ausarbeitung eines eigenen Business Cases und die Planung einer selbst gewählten Reiseroute. Als Highlight galten die Vorträge renommierter Hotelmanager, die ihre Erfahrungen mit uns teilten. Durch den Bezug zum Management wurde hohes Interesse bei den Studenten geweckt und zudem die Chancen für die Zukunft verdeutlicht.

Im Sommer 2007 bist du dann nach Deutschland zurückgekommen und hast direkt ein duales Bachelor-Studium angefangen. Diesmal hast du dich für den dualen Studiengang Tourismus- und Eventmanagement an der bbw Hochschule in Berlin entschieden. Wie kamst du dazu?

Das Studienkonzept an der bbw Hochschule in Berlin hatte mein Interesse geweckt. Jedes Semester teilt sich in eine Theorie- und Praxisphase. Der stetige Wechsel von jeweils 13 Wochen Vollzeitstudium und anschließend 13 Wochen Praktikumseinsatz, machte es möglich, das theoretische Wissen in die Praxis umzusetzen. Zudem gestaltete sich dadurch das Studium für mich abwechslungsreicher. Durch den weiteren Schwerpunkt Eventmanagement eröffnete sich für mich eine neue Dimension der Beschäftigungsperspektiven und zeigte mir außerdem die Verbindung zwischen Tourismus und Event.

Anscheinend hielt aber das Studium oder die Hochschule nicht das, was du dir versprochen hattest und deshalb bist du in den Studiengang Tourismusmanagement an die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften gewechselt. Wieso?

Der Studiengang wurde zu dieser Zeit an der privaten bbw Hochschule neu eingeführt und befand sich noch im Entwicklungsprozess. Der Reifegrad und die Kontinuität des Studiums hatten mir stellenweise gefehlt.

Durch die hohen Hochschulkosten blieb mir nur wenig Zeit, nach den Seminaren tiefer den Wissensstoff nachzuarbeiten, da ich diese Belastung durch Nebentätigkeiten finanzieren musste. Das Kosten-Leistungsverhältnis empfand ich daher an der bbw-Hochschule in meinem persönlichen Fall als unausgewogen. Durch private Einflüsse und den guten Ruf der Ostfalia Hochschule habe ich mich letzten Endes für den Wechsel zur Ostfalia mit der Fakultät Karl-Scharfenberg in Salzgitter/Calbrecht entschieden.

Nun bist du ja seit einigen Monaten an der Ostfalia Hochschule immatrikuliert. Bitte sei so nett und gib unseren Lesern einen Einblick in dein Studium. Was sind die Studieninhalte? Sind die Vorlesungen praxisnah oder theoretisch aufgebaut? Wie ist der Kontakt zu den Professoren und Dozenten? Wie ist die Studienatmosphäre insgesamt?

Der Studiengang ist sowohl theoretisch als auch praktisch modulartig aufgebaut. In den ersten beiden Semestern werden größtenteils wirtschaftswissenschaftliche Grundlagen sowie soziale und fremdsprachlichen Kompetenzen vermittelt. Ab dem dritten Semester richten sich die Studieninhalte dann hauptsächlich der Tourismusökonomie, Tourismusmanagement, Projektmanagement und Finanzmanagement zu.

Einige Vorlesungen sind praktisch aufgebaut. Beispielsweise haben wir im letzten Jahr eine Marktforschungsstudie zur Imageverbesserung eines Naturwissenschaftsmuseum durchgeführt. Momentan planen wir im Rahmen der Vorlesung Veranstaltungsmanagement den Messestand der Ostfalia auf der Internationalen Tourismus Börse (ITB) in Berlin sowie die Fachtagung an der Hochschule.

Zudem gehören Seminare über Persönlichkeitsentwicklung zum Studium. Über die fachliche Weiterbildung hinaus bietet es die Möglichkeit, seine Kommilitonen besser kennenzulernen, was das Einleben in die Hochschulwelt erleichtert.

Auf der Internet Plattform Studip werden die Vorlesungen zwischen Dozenten und Studenten kommuniziert. Die Studierenden erhalten eine gute Übersicht über laufende Veranstaltungen, neue Dokumente, aktuelle Termine oder Änderungen. Neben den Vorlesungen besteht die Gelegenheit, direkten Kontakt zu den Professoren, Dozenten und wissenschaftlichen Mitarbeitern aufzusuchen. Das Servicebüro sowie Hochschul-Mitarbeiter der Ostfalia sind überaus freundlich und hilfsbereit.

Die Fakultät selbst liegt etwas abgelegen. Die nächste Ortschaft ist Salzgitter-Gebhardshagen und Salzgitter Bad. Dort befinden sich einige Studentenwohnheime. Viele der Studierenden wohnen jedoch auch in Braunschweig und nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel oder bilden eine Mitfahrgemeinschaft. Im Allgemeinen ist die Studienatmosphäre ist sehr angenehm und freundlich.

Welche Schwerpunkte kann man wählen? Und welche Schwerpunkte hast du gewählt und weshalb?

Ab dem 4. Semester wird zwischen zwei Studienschwerpunkte gewählt. Das ist zum einen die Vertiefung Business Travel Management und zum anderen Leisure Travel Management. Ich persönlich habe mich für die Spezialisierung Business Travel entschieden, da es meinen Berufswünschen am nächsten kommt. Im Nachhinein besteht jedoch immer noch die Möglichkeit, Vorlesungen aus der anderen Vertiefung als Wahlfächer zu wählen.

Business Travel Management (Geschäftsreisen) beinhaltet Travelmanagement, Hotelmanagement, Verkehrsträgermanagement, Kongress- und Tagungsmanagement.

Leisure Travel Management (Privatreisen) beinhaltet Reiseveranstaltermanagement, Destinationsmanagement, Reisemittlermanagement, Nachhaltiger Tourismus Hotelmanagement, Touristikmärkte und Tourismusorganisationen.

Aus deiner Erfahrung heraus: Was rätst du Studieninteressenten – worauf sollte man bei der Wahl der Hochschule bzw. eines Studiums im Bereich Tourismus achten?

Ich habe mal gelesen „So viel Theorie wie nötig, so viel Praxis wie möglich“ und finde das sehr zutreffend. Meiner Meinung nach steht daher der Praxisbezug bei der Wahl der Hochschule und des Studiengangs im Vordergrund, z.B. welche praxisbezogenen Projekte für die Studierenden angeboten werden.

Ich habe mal gelesen „So viel Theorie wie nötig, so viel Praxis wie möglich“ und finde das sehr zutreffend. Meiner Meinung nach steht daher der Praxisbezug bei der Wahl der Hochschule und des Studiengangs im Vordergrund, z.B. welche praxisbezogenen Projekte für die Studierenden angeboten werden. Für wichtig halte ich auch die Möglichkeit eines Studienaufenthaltes im Ausland bzw. Auslandspraktikum. Dabei ist vor allem die Hochschulkooperation mit ausländischen Partnerhochschulen zu prüfen. Ein vielfältiges Sprachenangebot sollte der Studiengang Tourismus ebenfalls bereithalten.

Du bist ja nun viel herumgekommen, hast viele Praktika absolviert und Erfahrungen gesammelt. Hast du schon bestimmte Vorstellungen von deinem Berufseinstieg? In welchen Bereichen möchtest du arbeiten? Gibt es sogar schon Unternehmen, die du dir als Arbeitgeber wünschst?

Der Studiengang Tourismusmanagement bietet viele Schnittstellen zu anderen Bereichen und ermöglicht damit auch einen vielfältigen Berufseinstieg. Ich könnte mir durchaus vorstellen, im Bereich Veranstaltungsmanagement oder Marketing tätig zu sein, da ich dort meine kreativen Ideen und die Vorliebe zur Kommunikation umsetzen kann. Mein Wunsch war es jedoch immer irgendwann als Hotelkritiker oder Mystery Person Hotels weltweit zu analysieren und zu verbessern.

Melanie, vielen Dank für die offene Beantwortung unserer Fragen. Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg im Tourismusmanagement Studium und eine erfolgreiche Karriere in der Tourismusbranche.

Weitere Erfahrungsberichte:

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