Weiterbildung: Tourismusmangement

Du willst dich im Tourismusmanagement weiterbilden? Hier erklären wir dir, welche Weiterbildungen es in diesem Bereich gibt, was dich inhaltlich erwartet und gehen auf Ablauf, Dauer, Voraussetzungen und Kosten ein. Plus: Wir listen dir viele passende Weiterbildungsanbieter.

Eine Tourismusmanagement Weiterbildung kann der entscheidende Impuls für einen Aufstieg auf der Karriereleiter sein. Nach dem Abschluss kannst du deine bestehende Tätigkeit im Tourismus ausbauen oder den Neueinstieg in die Tourismusbranche wagen.

Das Angebot an Weiterbildungen rund um das Tourismusmanagement ist groß. Klar, dass nicht alle Weiterbildungen gleich sind. Sie unterscheiden sich inhaltlich sowie in ihrer Durchführungsform und Länge.

Unterschiedliche Bezeichnungen

Folgende Tourismusmanagement Weiterbildungen gibt es:

Allgemeine Tourismusmanagement Weiterbildungen

Diese befassen sich allumfassend mit den einzelnen Aspekten des Tourismusmanagements und vermitteln Inhalte zu allen wichtigen Themen, beispielsweise Strategisches Management, Personal, Marketing, Recht, Vertrieb etc. Solche Weiterbildungen gehen meistens über einen längeren Zeitraum, da der Stoff breit gefächert ist. Sechs Monate oder ein ganzes Jahr sind nicht unüblich. Zum Abschluss erhält man ein Zertifikat des Anbieters.

Daneben gibt es noch Tourismus Weiterbildungen, die ebenfalls die einzelnen Aspekte des Tourismusmanagement behandeln, aber mit einem standardisiertem Abschluss absolviert werden. Dazu zählen vor allem der Tourismusfachwirt (IHK) und der (Staatlich) Geprüfte Tourismus-Betriebswirt.

Spezifische Tourismusmanagement Weiterbildungen

Es muss nicht immer eine Allround-Weiterbildung zum Tourismusmanagement sein. Vielleicht wünschst du dir nur eine Vertiefung in einem bestimmten Themenbereich? Das Spektrum an Tourismus Weiterbildungen ist vielfältig: Reiserecht, Führungskompetenz für Tourismusmanager, Destinationsmanagement, Cruise Management, Business Travel Management oder English for International Tourism sind mögliche Seminarthemen. Weiterbildungen, die sich nur um ein Thema des Tourismusmanagements drehen, sind in der Regel kürzer gestaltet und können nach wenigen Wochen abgeschlossen werden.

Im Folgenden wollen wir näher auf generalistische Tourismusmanagement Weiterbildungen eingehen.

Tourismusmanagement Weiterbildungen im Detail

Inhalte der Weiterbildung

Tourismusmanagement ist ein weit gefächertes Gebiet. Innerhalb einer Tourismusmanagement Weiterbildung erhält man also Einblicke in ganz unterschiedliche Themengebiete. Natürlich ist der inhaltliche Aufbau von Anbieter zu Anbieter verschieden. Jedoch kannst du davon ausgehen, dass folgenden Themen im Seminar behandelt werden:

  • Strategisches Management
  • Touristisches Dienstleistungsmanagement
  • Entwicklung des Tourismus und Marktstrukturen
  • Tourismuspolitik
  • Tourismussoziologie
  • Reiserecht
  • Qualitätsmanagement
  • Prozessoptimierung
  • Tourismusmarketing
  • Destinationsmanagement
  • Nachhaltigkeit im Tourismus

Ergänzend zu diesen touristisch geprägten Themen werden häufig auch branchenübergreifende Kenntnisse vermittelt: Projektmanagement, Moderieren und Präsentieren oder Business English können ebenfalls auf dem Seminarplan auftauchen.

Voraussetzungen

Die Voraussetzungen, um an einer Tourismusmanagement Weiterbildung teilzunehmen, werden vom Anbieter festgelegt und könnten unterschiedlicher nicht sein.

Bei vielen Fernlehrgängen privater Bildungsanbieter müssen keine besonderen Bedingungen erfüllt sein. Ein Interesse an kaufmännischen Tätigkeiten im Tourismus sind ausreichend.

Hochschulen, die Zertifikatslehrgänge anbieten, schauen da schon genauer hin. Hier sollte eine Hochschulzugangsberechtigung vorliegen – also das Abitur, Fachabitur, eine abgeschlossene Aufstiegsfortbildung (Tourismusfachwirt oder Betriebswirt) oder mehrjährige Berufserfahrung im Tourismus. Außerdem werden Vorkenntnisse im Bereich Betriebswirtschaft und Tourismus empfohlen.

Dauer und Verlauf

Tourismusmanagement Weiterbildungen gibt es in allen Organisationsformen: als Vollzeit-, Teilzeit- oder Fernweiterbildung.

Vollzeit

Vollzeit heißt, dass du für einen bestimmten Zeitraum jeden Tag am Unterricht teilnimmst, zum Beispiel von 9 - 17 Uhr. Eine solche Weiterbildung vermittelt das Wissen geballt am Stück und ist damit nach ein paar Tagen oder wenigen Wochen abgeschlossen. Je nach Dauer ist die Vereinbarkeit mit einer bestehenden Berufstätigkeit nicht einfach umzusetzen.

Berufsbegleitend

Sich neben dem Beruf touristisch weiterzubilden, ist eine beliebte Form. Hier gibt es verschiedene Modelle:

Unterricht am Block: Die Themen werden in einzelne Blöcke eingeteilt, die über einen längeren Zeitraum verteilt regelmäßig stattfinden. Man geht zum Beispiel einmal im Monat für ein ganzes Wochenende oder drei bis fünf Tage am Stück zum Unterricht. Typisch sind ganze Blockwochen oder Wochenendunterricht von Freitagnachmittag bis Sonntagabend.

Unterricht am Abend und/oder Wochenende: Manche Anbieter bitten an festen Tagen zum abendlichen Unterricht, der gelegentlich mit Seminaren am Wochenende ergänzt wird. Man muss sich also keinen Urlaub nehmen, um trotz Beruf an der Weiterbildung teilnehmen zu können.

Fernlehrgang: Örtlich und zeitlich völlig unabhängig zu sein, hat viele Vorteile, verlangt aber auch Disziplin. Bei dieser Form lernt man online und mit Hilfe von Studienheften allein, hat aber auch die Möglichkeit sich über Online-Plattformen auszutauschen oder den Rat von Dozenten einzuholen.

Länge der Weiterbildung

Die Länge der Tourismusmanagement Weiterbildung ist vom Anbieter abhängig. Eine gute Weiterbildung sollte mehrere Wochen (Vollzeit) oder sogar mehrere Monate (Teilzeit) umfassen. Nur so kann gewährleistet sein, dass ausreichend Inhalte tiefergehend vermittelt werden.

Klausuren und Abschlussprüfung

Völlig unabhängig von der Organisationsform, musst du damit rechnen, geprüft zu werden. Die meisten Weiterbildungen gelten dann als erfolgreich bestanden, wenn am Ende eine Abschlussprüfung abgelegt wurde oder bereits im Verlauf diverse Prüfungsleistungen erbracht wurden. Klausuren kombiniert mit einer Projektarbeit sind beispielsweise typisch.

Kosten

So vielfältig die Tourismusmanagement Weiterbildungen, so unterschiedlich die Kosten. Die Gebühren werden je nach Anbieter unterschiedlich berechnet. Von einer monatsweisen Abrechnung bis zu einer Berechnung pro belegtem Modul ist alles möglich.

Bei unserer Recherche sind wir auf Kosten ab 600 Euro für eine halbjährige Weiterbildung bis zu einem Gesamtpreis von 3.800 Euro für eine einjährige Weiterbildung gestoßen.

Hast du einen Wunschanbieter gefunden, prüfe, ob neben den Kosten für die Weiterbildung selbst zusätzliche Kosten für Lehrmaterial, Prüfungen oder Bearbeitungsgebühren erhoben werden.

Anerkennung des Abschlusses

Anbietereigene Zertifikate

Da es nicht die Weiterbildung für Tourismusmanagement gibt, gibt es auch keine Qualitätsstandards, die zu erfüllen sind. Mit dem Abschluss erhältst du ein Zertifikat des Anbieters, das deine erfolgreiche Teilnahme bzw. eine bestandene Prüfung bestätigt.

Damit deine Weiterbildung auf Anklang bei deinem (zukünftigen) Arbeitgeber stößt, solltest du also ein paar Fakten checken, bevor du viel Geld investierst und am Ende mit nichts dastehst:

  • Ist die Weiterbildung inhaltlich umfassend?
  • Wird der Unterricht von erfahrenen Dozenten durchgeführt?
  • Dauert die Weiterbildung eine angemessene Zeit, um Inhalte wirklich tiefgehend zu behandeln?
  • Muss eine Abschlussprüfung abgelegt werden oder erhält man nur eine Teilnahmebescheinigung?
  • Werden alle wichtigen Infos zur Weiterbildung transparent dargestellt, zum Beispiel zu Inhalten, Dauer und Kosten?

Des Weiteren können Erfahrungsberichte von Absolventen hilfreich sein. Allerdings sind auch diese mit Vorsicht zu genießen, da sie gefälscht sein können.

IHK-Abschlüsse

Anders sieht es bei IHK-Abschlüssen aus. Diese sind bei Arbeitgebern sehr beliebt, da sie für eine gewisse Qualität stehen. Im Bereich Tourismus gibt es beispielsweise den Gepr. Tourismusfachwirt/in (IHK), Fachwirt/in im Gastgewerbe (IHK), Gästeführer (IHK), Produktkoordinator/-in im Tourismus (IHK) oder ähnliches.

Hochschulzertifikate

Hochschulen, die eine Belegung von einzelnen Studienmodulen ermöglichen, vergeben ein Hochschulzertifikat. Der Vorteil: Du kannst davon ausgehen, dass die Seminarqualität sehr hoch ist, da du am Unterricht für einen akademischen Abschluss teilnimmst. Des Weiteren werden die Leistungen in sogenannte Leistungspunkte (ECTS) umgerechnet. Entscheidest du dich zu einem späteren Zeitpunkt für ein Tourismus Studium, kannst du dir diese Punkte anrechnen lassen.

Berufliche Perspektiven nach der Weiterbildung

Nach einer umfassenden Tourismusmanagement Weiterbildung solltest du in der Lage sein, Strategien für deinen Arbeitgeber entwerfen zu können. Das heißt, du weißt, wie man die Marktlage beurteilt und dementsprechend handelt. Du kannst touristische Dienstleistungen beurteilen, neu konzipieren und ihre Einführung initiieren, den Vertrieb steuern, Produktmanagement betreiben oder dich um das Marketing für ein Tourismus-Produkt kümmern.

Mit betriebswirtschaftlichen Kenntnissen und touristischem Fach-Know-how ergeben sich Jobmöglichkeiten in allen Bereichen des Tourismusmanagements. Was du aus der Weiterbildung konkret machst, liegt also ganz bei dir.

Fest steht, dass die Chancen auf einen spannenden Job im Tourismus nicht schlecht stehen. Die Branche verzeichnet ein starkes Wachstum und gilt als zukunftsträchtig. Gerade Fachleute werden aktuell gesucht. Eine Tourismusmanagement Weiterbildung kann dir gegenüber deinen geringer qualifizierten Konkurrenten den entscheidenden Vorsprung verschaffen.

Gehalt

Wer sich weiterbildet, tut dies in der Regel, um in der Hierarchie weiter aufzusteigen bzw. Positionen mit mehr Verantwortung zu übernehmen. Und das bedeutet in der Regel auch mehr Gehalt.

Allerdings: Die Weiterbildung allein sorgt nicht für einen sprunghaften Anstieg auf deinem Konto. Sie ist lediglich ein guter Ausgangspunkt, um mit einem bestehenden Arbeitgeber über zukünftige Aufgaben zu sprechen und gleichzeitig ein höheres Gehalt zu verhandeln. Auch bei einem Jobwechsel kann sie ein Argument in der Gehaltsverhandlung sein.

Jedoch spielen neben der Qualifikation sehr viele Faktoren eine Rolle bei der Gehaltshöhe. Der Standort der Firma, die Unternehmensgröße, die genauen Tätigkeiten, der Umfang der Führungsverantwortung und nicht zuletzt das persönliche Verhandlungsgeschick beeinflussen das Gehalt eines Tourismusmanagers maßgeblich.

Sparschwein vor kleiner Tafel mit Balkendiagramm

Der große Gehalts-Check

Um dir einen guten Eindruck von Gehältern in der Tourismusbranche zu geben, haben wir recherchiert und zeigen dir konkrete Beispiele auf:

Gehalt in der Tourismusbranche

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