Was ist Tourismusmanagement?

Tourismus kann man in Form von Tourismusmanagement und ähnlich klingenden Studiengängen studieren. Aber was heißt das nun genau? Wir klären auf.

Die Tourismus- und Freizeitindustrie gehört zu einem der boomenden Wirtschaftszweige weltweit, in der insgesamt weltweit ca. 100 Millionen Menschen arbeiten. In Zeiten einer fortschreitenden Globalisierung wird der Bedarf nach maßgefertigten Reiseangeboten immer größer. Zudem wachsen auch die Anforderungen der Reisenden an ihren Urlaub. Ökologisches Bewusstsein, neue Unterkunftsformen, einfach vergleichbare Preise über Internet-Plattformen, online verfügbare Reise- und Erfahrungsberichte und günstiger werdende Verbindungen zu Destinationen weltweit verändern das Reiseverhalten maßgeblich. Es gibt also zahlreiche Innovationen auf dem Tourismusmarkt.

Dies sind nur einige Beispiele für die vielfältigen Herausforderungen, denen sich Tourismus-Unternehmen innerhalb dieser dynamischen Branche stellen müssen. Die Ausbildung von Experten für den Managementnachwuchs ist daher unerlässlich, denn ökonomischer Unternehmenserfolg ist - im Tourismusbereich noch stärker als in anderen Wirtschaftsbranchen - vom bestmöglichen Zusammenwirken einer Vielzahl von Faktoren abhängig.

Was gehört zum Bereich Tourismusmanagement? Ein Definitionsversuch.

Wikipedia sagt:

Tourismusmanagement bezeichnet die Führungsaufgaben in betriebs-, verbands- und gebietskörperschaftlichen Organisationen, die Leistungen für potenzielle Nachfrager von touristischen Leistungen vermarkten.

Klingt etwas kompliziert.
Also was bedeutet das konkret?

Es heißt es, dass das Tourismusmanagement alle Aufgaben für Unternehmen zusammenfasst, die eine Leistung im Bereich Tourismus anbieten. Dazu gehören sowohl die klassischen Firmen wie Reiseveranstalter und Hotels als auch spezielle Tourismusorganisationen und Dienstleister wie Fluggesellschaften und -häfen, Tourismusverbände, Unternehmensberatungen, Touristeninformationen von Städten und viele mehr.

Beispiel 1

Für Reiseveranstalter, die in der Vergangenheit ihre Reisen über klassische Reisebüros vertrieben haben, bedeutete "Tourismusmanagement" in den vergangenen Jahren, ihr Angebot online zu präsentieren und dort zum Kauf einer Reise per Mausklick anzuregen. Online zu sein, heißt auch vergleichbar zu sein, was Leistungen und Preise angeht. Der Austausch unter Kunden über Bewertungen und Erfahrungsberichte erzeugt zusätzlichen Druck. Die Digitalisierung der Branche hat also zu erheblichen strategischen Änderungen bei Tourismus-Unternehmen geführt.

Beispiel 2

Für Wintersportregionen bedeutet "Tourismusmanagement", die Gegend auch für Urlauber im Sommer attraktiv zu machen, um so weitere Touristen anzulocken und auch in den Monaten ohne Schnee Geld zu verdienen. Hierzu können beispielsweise spezielle Events angeboten oder neue Wanderrouten eröffnet werden.

Gute Voraussetzungen für Tourismusmanager

Man sieht, das Tourismusmanagement ist ein sehr weites Feld, das je nach Arbeitgeber eine unterschiedliche Sichtweise erfordert. Daher ist die Branche zwingend auf gut ausgebildeten Nachwuchs angewiesen.

 Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Tourismusmanager unter anderem verantwortlich sind für die kontinuierliche Kontrolle und Verbesserung der touristischen Konzepte und Geschäftsmodelle. Das Kreieren neuer Strategien für die verschiedenen Märkte sowie für die Entwicklung neuer Ertragsmodelle und die Einbeziehung neuer Kommunikationsmittel in das Unternehmen sind aber ebenso Teil ihres Aufgabengebietes.

Weiterlesen: Berufe im Tourismus

Wir stellen dir verschiedene Berufe von studierten Tourismusmanagern vor.

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